2024. 10. 11.
Der seit nunmehr 28 Jahren zum SEAT-Team gehörende Alberto Minarro Pelegrin arbeitet seit 2022 als Projektleiter bei Audi Hungaria. Man könnte meinen, dass der Umzug aus der mediterranen Kultur in unser Land eine große Veränderung im Leben des spanischen Fachmanns mit sich gebracht hat, aber Alberto widerlegt dies deutlich.
Alberto Minarro Pelegrin tauschte die Strände des Mittelmeers gegen die Ufer der Raab, die mediterrane Sonne gegen die ungarischen vier Jahreszeiten und die Köstlichkeiten der spanischen Küche gegen schmackhafte ungarische Gerichte, als er 2022 mit seiner Familie nach Győr zog, um für SEAT/CUPRA am Projekt des neuesten Modells von Audi Hungaria, dem CUPRA Terramar, zu arbeiten.
Ich arbeite seit fast 20 Jahren im Vorseriencenter von SEAT, war an mehreren SEAT- und CUPRA-Projekten beteiligt und verbrachte 2018 auch eine kurze Zeit in Wolfsburg in Verbindung mit dem Hochlauf von Tarraco. Im September 2022 begann ich mein Abenteuer in Győr als Projektleiter im Analysezentrum in der Pilothalle. Neben dem Hochlauf des CUPRA Terramar werde ich auch für das Projekt des Q3-Nachfolgemodells beschäftigen. Ich plane, bis zum Sommer 2025 in Ungarn zu bleiben.
Ich hatte viel über die ungarische Kultur, die Geschichte des Landes und die Gastronomie gelesen und mich über viele ungarische Themen vor meiner Ankunft informiert. Ich war überrascht, weil ich dachte, dass die Mentalität und die Weltanschauung der Ungarn ganz anders als meine wäre, aber ich würde sagen, dass sie unserer spanischen Attitüde ähnlicher sind, vor allem in Bezug auf ihre Flexibilität. Wir finden schnell eine gemeinsame Lösung für die auftretenden Probleme und die Ungarn haben immer eine gute Idee. Mit den Kollegen waren wir fast sofort auf der gleichen Wellenlänge, sie haben mich schnell aufgenommen und ich fühlte mich bei ihnen zu Hause.
Ich arbeite in der Pilothalle als Projektleiter des CUPRA Terramar-Projekts. Meine Hauptaufgabe ist es sicherzustellen, dass wir alle wichtigen Meilensteine der Vorserienphase erreichen und den Produktionsanlauf sowohl des Terramar als auch des Nachfolgemodells Q3 erfolgreich managen. Und vielleicht, ich fühle mich auch wie eine Brücke zwischen SEAT/CUPRA, der spanischen Seite und dem hiesigen Standort zu sein, insbesondere in den Bereichen technische Entwicklung und Qualitätssicherung. Ich kenne die Mitarbeitenden in Spanien sehr gut und versuche, die Schwierigkeiten zu überwinden, die durch die Entfernung und die kulturellen Unterschiede entstehen. Das Projektteam von Terramar bestand aus Experten aus vier Ländern. Es war also ein sehr internationales Team, so dass wir uns anfangs an die Arbeitsabläufe und die unterschiedliche Kommunikation der einzelnen Kulturen gewöhnen mussten. Das war für mich eine fantastische interkulturelle Erfahrung und ich denke, es hat auch zum Erfolg des Projekts beigetragen.
Du bist mit deiner Familie nach Ungarn gekommen. Wie haben sie es geschafft, sich einzugliedern?Das stimmt. Meine Frau und unsere beiden Kinder sind mit mir nach Győr gekommen, obwohl meine Tochter an der Győr Universität Studiert, aber ist sie derzeit für ein Erasmus-Programm in Italien und mein Sohn Schüler der Audi-Schule ist. Für ihn war es vielleicht am schwierigsten, sich einzugliedern, weil er früher weder Ungarisch noch Deutsch hörte, aber mit der Zeit fand er Freunde und auch unsere ganze Familie wurde Teil der Gemeinschaft. Die ersten Wochen und Monate waren für uns alle schwierig, vor allem im Winter, wenn man sich wegen der Kälte und der frühen Dunkelheit, die wir in Barcelona nicht gewohnt sind, isoliert fühlen kann. Aber mit der Zeit füllten die Treffen mit Freunden, die Zusammenkünfte und die gemeinsamen Familienprogramme unseren Alltag. Wir haben uns auch schnell an den Lebensrhythmus gewöhnt. Ich finde es toll, dass wir hier in Ungarn früher zu Abend essen und noch Zeit haben, zu Hause zu reden und wertvolle Zeit miteinander zu verbringen.
Oh, wir haben uns sehr gut damit angefreundet! Jeden Sommer organisieren wir ein gemeinsames Kochen mit den Kollegen. Ich bin eigentlich für alles offen, ich mag die Aromen und ungarischen Spezialitäten sehr. Das einzige, was mir vielleicht fehlt, ist spanischer Schinken.

Ich hatte zuvor im Vorseriencenter gearbeitet, aber nicht als Projektleiter, sondern ich war für bestimmte Bereiche zuständig, so dass meine jetzige Rolle eine komplexe Sichtweise erforderte. Ich musste die Projektstruktur und meine Kollegen kennenlernen und die Ziele und Meilensteine definieren. Ich bin dem gesamten APH-Team und allen meinen Kollegen sehr dankbar, die mir vom ersten Augenblick an eine große Hilfe waren.
Aus der Sicht meiner Familie war es, wie gesagt, für meinen Sohn am Anfang schwieriger. Er ging nicht gerne zur Schule, weil er keine Freunde hatte, er konnte mit niemandem reden. Mit der Zeit hat er sich aber eingewöhnt und wir leben alle gerne hier.
Ich war überrascht von der Offenheit der Menschen, ihrer Mentalität, ihrer Flexibilität, ihren ähnlichen Wertvorstellungen, was Beziehungen angeht, wie der Wertschätzung von Familie und Freunden. Sie waren vom ersten Moment meiner Ankunft an offen mir gegenüber und ich fühlte mich vom ersten Moment an wie zu Hause. Meine anderen SEAT-Kollegen haben alle die gleichen Erfahrungen gemacht. Und diese Aufnahmebereitschaft und die freundliche Einstellung haben sehr dazu beigetragen, dass wir uns in so kurzer Zeit zu Hause gefühlt und eingelebt haben.
In Spanien leben wir in einem kleinen Dorf mit eintausend Einwohnern in der Nähe von Barcelona, nahe den Bergen. Wie es in einem kleinen Dorf üblich ist, gab es nicht so viele Möglichkeiten zum Einkaufen und zur kulturellen Unterhaltung. Ich halte Győr für einen idealen Ort, denn es ist eine lebenswerte Stadt, gerade groß genug für meine Tochter, um zur Universität zu gehen, und für meinen Sohn, um mit seinen Freunden seine Freizeit zu verbringen. Es gibt viele Möglichkeiten, Familienprogramme zu organisieren und die Atmosphäre ist ähnlich wie in Barcelona: Bei schönem Wetter sind die Straßen und Restaurantterrassen voll.
Meine Mutter ist 90 und ich vermisse sie und meine Familie sehr, deshalb fliege ich oft nach Hause, um sie zu besuchen. Im Sommer organisieren wir Familienausflüge hier in der Gegend. Wir waren schon in Kroatien, Polen, Österreich und in ganz Ungarn.

Mein Lieblingsauto ist immer das, an dem ich gerade arbeite, aktuell natürlich der CUPRA Terramar. Er ist wie ein Kind für mich. Ich kann es kaum erwarten, ihn auf den Straßen zu sehen.
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