Mátyás Dobos: 10 Jahre, unzählige Tests, ein Ziel: die Mobilität der Zukunft vorantreiben #OnThisDay

2026. 07. 24.

Vor genau zehn Jahren, an diesem Tag, wurde Mátyás Dobos Mitarbeiter der Audi Hungaria. Seither arbeitet er Tag für Tag mit modernsten Technologien. Als Versuchsingenieur in der Entwicklung Gesamtfahrzeug spielt er eine Schlüsselrolle bei der Erprobung von Komponenten für Verbrennungs- und Elektroantriebe und gestaltet damit aktiv die Mobilität von morgen.

In welchem Bereich arbeitest du derzeit?

Ich arbeite in der Entwicklung Gesamtfahrzeug im Bereich Festigkeit/zentraler Versuch als Versuchsingenieur.

 

Was bedeutet das in der Praxis? Womit beschäftigst du dich im Arbeitsalltag?

Wir führen Bauteilprüfungen sowohl für Verbrennungsmotoren als auch für elektrische Antriebe durch. Bei konventionellen Motoren handelt es sich unter anderem um Festigkeitsuntersuchungen an Kurbelwellen und Pleuelstangen.

In Resonanzprüfmaschinen werden die Bauteile unter zyklischen Ermüdungsbelastungen geprüft. Dabei kommen unterschiedliche Beanspruchungsarten wie Zug-Druck-, Torsions- oder Biegebelastungen zum Einsatz.

Im Bereich der elektrischen Antriebe liegt der Schwerpunkt insbesondere auf der Prüfung von Rotoren. Hierfür verfügen wir über konzernweit einzigartige Prüfanlagen, auf denen drei verschiedene Typen von Festigkeitsprüfungen durchgeführt werden können.

Dadurch leiste ich einen aktiven Beitrag zur Unterstützung der Bauteilentwicklung.

 

Welches ist das erste Wort, das dir bei Audi Hungaria einfällt?

Innovation.

 

Wie war dein erster Tag? Erinnerst du dich noch an deinen ersten Eindruck?

Bevor ich fest angestellt wurde, arbeitete ich bereits seit August 2015 als Praktikant im selben Team. An mein Vorstellungsgespräch für das Praktikum erinnere ich mich noch ganz genau: Es war ein heißer Sommertag. Mein Vater lieh mir seinen Audi A4 Sedan Baujahr 1998 mit einem in Győr produzierten 1,8L-Vierzylinder-Fünfventil-Motor. Mit diesem Fahrzeug kam ich aus Budapest nach Győr, gewissermaßen an den „Geburtsort“ des Motors. Dieses Erlebnis ist bis heute etwas Besonderes für mich.

Nach meinem Studienabschluss wurde ich 2016 fest bei Audi Hungaria eingestellt. Meine ehemaligen Kommilitonen gratulierten mir damals mit den Worten: „Jetzt gehörst du auch zu den Besitzern der berühmten roten Jacke mit Namensschild.“

Obwohl mir das Umfeld bereits vertraut war, wurde ich sofort ins kalte Wasser geworfen. In den ersten Wochen machte ich viele Notizen und fand es spannend, die neue Verantwortung zu übernehmen.

 

Was war der prägendste Moment deiner bisherigen Zeit bei Audi Hungaria?

Davon gibt es viele. Jedes erfolgreich abgeschlossene Entwicklungsprojekt gehört dazu, denn dann wird das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit greifbar.

Besonders hervorheben möchte ich auch meine sechsmonatige Einarbeitungszeit in Ingolstadt, wo ich in einem starken internationalen Team arbeiten durfte.

Der prägendste Moment war jedoch der November 2023, als die Serienproduktion des elektrischen PPE-Antriebs anlief. Dieser Meilenstein ist für mich besonders wichtig, weil ich den darin eingesetzten Rotor von der allerersten Entwicklungsphase, der sogenannten Baustufe 0, bis zur Serienproduktion begleitet und geprüft habe.

 

Was betrachtest du als deinen größten beruflichen Erfolg?

Seit November 2020 führen wir mithilfe unserer Schleuderprüfstände (Hochgeschwindigkeitszentrifugen) Rotorprüfungen an elektrischen Antrieben durch. Als die Anlagen nach Ungarn geliefert wurden, standen wir vor einer großen Herausforderung: Aufgrund der pandemiebedingten Reisebeschränkungen konnten weder der bis dahin verantwortliche deutsche Projektleiter noch die Mitarbeiter des Herstellers an den letzten Abnahme- und Inbetriebnahmeterminen vor Ort teilnehmen.

Dadurch wechselte ich praktisch über Nacht von der Beobachterrolle in die „Pole Position“, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch wenig Erfahrung in der Projektleitung hatte. Die räumliche Distanz überbrückten wir mit regelmäßigen Videokonferenzen. Auf dieser Grundlage erhielten wir schließlich die Freigabe durch Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement für den Betrieb der Anlagen.

In diesem Projekt war ich in allen Phasen beteiligt – vom Krantransport über die Installation bis hin zur Inbetriebnahme. Die Aufgabe erforderte eine enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Fachbereichen innerhalb der Audi Hungaria sowie auf internationaler Ebene. Heute prüfen wir auf diesen Anlagen bereits Komponenten für MEBeco- sowie zukünftige Antriebsprojekte.

 

Warum hast du dich für Audi Hungaria entschieden und warum würdest du das Unternehmen weiterempfehlen?

Vor allem wegen der Stabilität und des hohen fachlichen Niveaus. Darüber hinaus bietet Audi Hungaria langfristig ausgezeichnete Entwicklungsmöglichkeiten in einem modernen Hightech-Umfeld.

Besonders motivierend finde ich, dass wir mit jedem Projekt einen Beitrag zur Mobilität der Zukunft leisten können. Außerdem befinden wir uns in einer einzigartigen Situation: In unserem Arbeitsbereich begegnen sich die Welten der Verbrennungs- und Elektroantriebe. Diese Kombination macht die Tätigkeit fachlich äußerst spannend und abwechslungsreich.

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