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Audi Hungaria startet neue Prüfanlage für E-Antriebe

2020. 12. 16.

• Zwei neue Schleuderprüfstände zur Festigkeitsprüfung der Rotoren der E-Antriebe in Betrieb genommen
• Alfons Dintner, CEO von Audi Hungaria: „Wir bauen unsere E-Kompetenzen konsequent weiter aus“

Győr, 16. Dezember 2020 – Bei Audi Hungaria sind Entwicklung und Produktion eng miteinander verzahnt. Aktuell arbeiten 500 hochqualifizierte Mitarbeiter_Innen in der Technischen Entwicklung in Győr, die sich aus den Bereichen Entwicklung Antrieb und Entwicklung Gesamtfahrzeug zusammensetzt. Mit zwei neu installierten Schleuderprüfständen können die Experten der Fahrzeugentwicklung nun ganzheitlich Festigkeitsanalysen an E-Antrieben durchführen.

 

„Elektromobilität prägt nicht nur unsere Produktion, sondern spielt auch eine immer wichtigere Rolle in unserer Entwicklungstätigkeit. Unsere Technische Entwicklung ist der drittgrößte Entwicklungsstandort der AUDI AG und dient als Kompetenzzentrum für Konstruktion, Simulation, Akustik- und Festigkeitsanalysen. Mit den neuen Schleuderprüfständen haben wir einzigartige Analysekompetenzen im Volkswagen Konzern aufgebaut. Wir werden die neuen Kapazitäten und das Know-how konzernweit zur Verfügung stellen“, sagt Alfons Dintner, Vorsitzender des Vorstands der AUDI HUNGARIA Zrt.

 

Der Bereich Festigkeitsentwicklung innerhalb der Technischen Entwicklung ist dafür zuständig, dass alle Fahrzeugkomponenten eine ausreichende Festigkeit aufweisen. Die Festigkeitsanalysen und -bewertungen erfolgen sowohl durch numerische Simulationen als auch durch reale Versuche an Bauteilen, Modulen sowie am Gesamtfahrzeug. Der mit hoher Drehzahl rotierende Rotor stellt eines der wichtigsten Bauteile des E-Antriebs dar. Daher hat die Rotorgestaltung einen starken Einfluss auf die Effizienz des Gesamtantriebs und muss in der Entwicklung entsprechend optimiert werden.

 

Mit den zwei neuen Prüf- und Analyseanlagen können Schleuder-, Berst- und dynamische Drehzahlprüfungen für E-Maschinenrotoren durchgeführt werden. Der Rotor hängt dabei in einer hermetisch abgeriegelten und evakuierten Prüfkammer und wird unter Beachtung strenger Sicherheitsvorschriften auf Drehzahl gebracht. Gleichzeitig ist eine Aufheizung des Rotors über variabel zuschaltbare Heizelemente möglich. Als Highlight ist einer der beiden Prüfstände mit einem hochpräzisen Aufweitungsmesssystem ausgestattet. Damit kann eine Verformung des Rotors durch Fliehkräfte bei hohen Drehzahlen in mehreren Ebenen in radialer und axialer Richtung ermittelt werden. Darüber hinaus wird ein neuartiges Messsystem mit kapazitiver und laseroptischer Technik eingesetzt, das sogar eine phasengenaue Messung ermöglicht.

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