My story of change – Lóránd Ihász

2025. 04. 04.

Er erwartete Gutes – und bekam noch Besseres

Er war und ist Konstrukteur, und die dreidimensionale computergestützte Konstruktion bleibt weiterhin ein wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit. Dennoch ist Konstruktion von Teilen für Werkzeugbau und die Automobilindustrie jedoch eine ganz andere Aufgabe. Lóránd Ihász wechselte Bereich nach neunzehn Jahren.

Seit wann bist du Mitarbeiter bei Audi Hungaria?

Vor genau 20 Jahren, als frischgebackener Absolvent der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest, bewarb ich mich bei Audi in Győr, das ich schon als Gymnasiast als meinen Traumarbeitgeber betrachtete. Da mir die dreidimensionale computergestützte Konstruktion bereits während meiner Studienzeit gefallen hatte, versuchte ich, einen Job in dieser Richtung zu finden. Daher freute ich mich besonders, als mir die Stelle als Werkzeugkonstrukteur angeboten wurde. Dies beinhaltete auch eine fast einjährige Ausbildung in Ingolstadt, da in Győr erst 2005 der Aufbau der Werkzeugfertigung und -konstruktion begann, das heißt, auf dem Gelände der zukünftigen Fabrik in Győr gab es nur einen Wald. Ich war nicht wegen der Ausbildung in Deutschland aufgeregt – da ich als Student beispielsweise an der Universität Karlsruhe Vorlesungen besuchte und dadurch praktische Aufgaben bei deutschen Unternehmen übernehmen konnte –, sondern vielmehr wegen der Werkzeugkonstruktion. An der Universität in Budapest beschäftigten wir uns damit nur oberflächlich, da es damals so schien, als ob die dreidimensionale Werkzeugkonstruktion noch lange nicht in Ungarn eingeführt würde. Und was passiert? Ich werde sofort für eine solche Aufgabe eingestellt. Aber ich konnte nicht nur in diese Position hineinwachsen, sondern auch verfolgen, wie aus einer Idee ein Werk aufgebaut und betrieben wird.

Direkt nach dem Studium kam also das kalte Wasser...

Ja, aber ich habe es wirklich genossen. Denn die Universität hat mir während des Maschinenbaustudiums eine gewisse technische Intelligenz und Problemlösungskompetenz beigebracht, die mir sehr nützlich waren. Sowie die Praktikumszeiten, die ich bei deutschen Unternehmen verbringen durfte. Den Prozess der Werkzeugkonstruktion und -fertigung habe ich jedoch vollständig in Ingolstadt und Győr gelernt. Meine Arbeit wurde auch zu meinem Hobby.

Trotzdem hast du gewechselt. Warum?

Das Leben brachte es mit sich, dass das bunte Zukunftsbild etwas verblasste, was mich dazu veranlasste, proaktiv zu sein, den Dingen vorauszugehen und innerhalb des Unternehmens nach anderen Möglichkeiten und neuen Positionen zu suchen. Es war interessant zu erleben, inwiefern Audi Hungaria den Jobwechsel aus Gründen der persönlichen Motivation unterstützt. Ebenso, dass wir Kollegen auch dann freundschaftlich miteinander umgingen, wenn wir neue Stellen suchten, in einigen Fällen sogar „miteinander konkurrierend“. Es beunruhigte mich zwar etwas, dass erst mein vieltes Vorstellungsgespräch zu einem Ergebnis führte, aber ich sah es so, dass ich dem Schicksal eine Chance ließ, das mich letztendlich an den richtigen Ort brachte.

Du bist von der Werkzeugbau nach dem Zentrum der Technischen Entwicklung umgezogen, aber die Konstruktionsarbeit hat sich nicht geändert. Oder doch?

Es ist tatsächlich eine Konstrukteursstelle, aber es gibt einen himmelweiten Unterschied. Während der 19 Jahre, die ich im Werkzeugbau verbracht habe, habe ich erlernt, sehr gründlich zu sein und aus meinen Fehlern zu lernen. Mit der erworbenen Erfahrung gab es keine Aufgabe, bei der ich das gewünschte Werkzeug nicht sofort vor mir sehen konnte, was mir genügend Selbstvertrauen gab. Mit all diesen Fähigkeiten ausgestattet, trat ich auch mutig meiner neuen Aufgabe entgegen. Vielleicht war das auch bei dem Interview zu spüren, bei dem ich schließlich die Chance zur Einarbeitung bekam. Mein zukünftiger Vorgesetzter inspirierte mich mit seinem vorauseilenden Vertrauen. Ich erwartete Gutes und bekam noch Besseres! Am 1. Januar 2024 fand ich mich in einem kollegialen Umfeld wieder, in dem ich sofort akzeptiert wurde und mir in allem unterstützt wurde. Mit dieser Unterstützung ging die Einarbeitung leichter, was besonders wichtig war, da die Unterschiede zu meiner vorherigen Aufgabe wirklich groß waren. Ein Punkt, den ich besonders hervorheben möchte, der vielleicht am meisten die Unterschiede verdeutlicht: Während im Werkzeugbau wöchentliche Besprechungen stattfanden, sind hier als sogenannte Bauteilverantwortlicher tägliche 5–6 Besprechungen üblich, zudem auf internationaler Ebene, was ein schnelleres Arbeiten erfordert. Da ich nicht allein konstruiere, sondern Teil eines Entwicklungsprozesses bin, muss ich auch mit Fertigungs- und Entwicklungsfirmen kommunizieren, wofür Englischkenntnisse erforderlich sind. Neben der deutschen Sprache habe ich autodidaktisch auch Englisch gelernt, um akzeptabel zu kommunizieren, aber angesichts meiner neuen Aufgabe begann ich sofort offiziell zu lernen, indem ich die vom Unternehmen angebotenen Möglichkeiten nutzte.

Was würdest du denen sagen, die über einen Jobwechsel innerhalb des Unternehmens nachdenken?

Wenn jemand das Gefühl hat, dass seine Motivation etwas nachgelassen hat, lohnt es sich, den Dingen vorauszugehen. Sicher ist, dass unsere ehemaligen Vorgesetzten sowie die Personalreferenten und Recruiter-Kollegen uns jede Unterstützung gegeben haben. Ich möchte meinen ehemaligen Vorgesetzten besonders danken, die mich in dieser Situation auch seelisch unterstützt haben. Es stimmt nämlich, dass ein Wechsel mit Unsicherheit verbunden ist, aber ich war mir sicher – wie meine anderen Kollegen, die in ähnlichen Schuhen waren  –, dass Audi Hungaria auch in solchen Fällen Sicherheit bietet.

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