2026. 06. 02.
Vor genau 23 Jahren ist László Hausel Mitarbeiter von Audi Hungaria geworden – seine Geschichte begann jedoch bereits einige Jahre zuvor bei uns als Praktikant. Im Laufe seiner Karriere führte ihn sein Weg von der Qualitätssicherung über die Entwicklung von Verbrennungsmotoren bis hin in die Welt der elektrischen Antriebe. Anlässlich seines Jubiläums haben wir mit ihm über prägende fachliche Erfahrungen, Wendepunkte und Erfolge der vergangenen etwas mehr als zwei Jahrzehnte gesprochen.
Derzeit arbeite ich im Bereich der Entwicklung elektrischer Antriebe als Projektkoordinator für zwei PPE-Produktentwicklungsprojekte. Im Rahmen des einen Projekts arbeiten wir an der Entwicklung des S-Performance-Antriebs für die Modelle S6 und SQ6, während wir im anderen Projekt die Weiterentwicklung von PPE-Elektroantrieben für den Q7 gemeinsam mit Kolleg_innen aus Győr und Ingolstadt vorantreiben.
Im Arbeitsalltag bin ich für die technische und finanzielle Koordination der Projekte verantwortlich und arbeite eng mit Fachbereichen im Werk, in Ingolstadt sowie bei VW Martin in der Slowakei zusammen, um sicherzustellen, dass die Entwicklungsaufgaben effizient und zielgerichtet umgesetzt werden.
Motorenwerk – und zwar das größte der Welt.
Zum ersten Mal betrat ich 2002 als Praktikant das Werksgelände. Damals war noch alles neu, und ehrlich gesagt war ich auch ein wenig gespannt, was mich in einem so großen Unternehmen erwartet. Ich kam in den Bereich Nacharbeit für den TT, wo ich bereits am ersten Tag das gesamte Team und die dort produzierten Fahrzeuge kennenlernen konnte. Es wurde im Zweischichtbetrieb gearbeitet, sodass ich sofort mitten ins „echte Leben“ einstieg. Schon damals war unser Werk riesig, auch wenn die Anzahl der Gebäude und Hallen noch deutlich geringer war – die Halle G13 befand sich beispielsweise dort, wo heute die G20 steht.
Nach zwei Semestern Praktikum begann mein erster offizieller Arbeitstag als Audi-Mitarbeiter am 02.06.2003 mit den obligatorischen Schulungen. Anschließend holte mich unser Schichtleiter (FTL) ab, um mich durch das große Werk zu meinem neuen Arbeitsplatz im V6-Qualitätssicherungsbereich mitten in Halle G1 zu bringen – als neuer Mitarbeiter wäre es allein anhand der Säulennummern nicht einfach gewesen, sich zurechtzufinden.
Ich kam in ein sehr gutes Team – die Zusammenarbeit mit meinen damaligen Kolleg_innen hat großen Spaß gemacht, und ich konnte viel von ihnen lernen.
Was war dein prägendstes Erlebnis in dieser Zeit?Nach fünf Jahren in der Qualitätssicherung hatte ich die Möglichkeit, in die Motorenentwicklung zu wechseln. Das war eine völlig neue Welt: andere Herausforderungen, eine andere Denkweise. Das war mein erster Neuanfang.
Ich durfte zwei strategische Projekte leiten, die auch fürs Management von Audi Hungaria von großer Bedeutung waren – beide konnten wir erfolgreich zum Abschluss bringen.
Als Erfolg sehe ich außerdem meine drei längeren Auslandseinsätze in Ingolstadt, bei denen ich in jeder meiner Funktionen erfolgreich tätig war und als vollwertiges Teammitglied in den dortigen Entwicklungsabteilungen gearbeitet habe.
Es gab zwei wesentliche Gründe, warum ich mich für Audi Hungaria entschieden habe. Einerseits haben wir bereits als Schüler darüber gesprochen, wie spannend es wäre, als Maschinenbauingenieur an der Entwicklung eines Rückspiegels für den Audi TT mitzuwirken. Andererseits wurde ich 2003 – am Ende meines Studiums – von Audi Hungaria gefragt, ob ich nach meinem zweiten Praktikum im Unternehmen bleiben und als Qualitätssicherungsingenieur arbeiten möchte. Dazu konnte man eigentlich kaum Nein sagen. Für Berufseinsteiger bot sich hier die außergewöhnliche Chance, bei einem der größten multinationalen Unternehmen des Landes in die Ingenieurkarriere zu starten.
Heute könnte ich sogar an der Entwicklung von Rückspiegeln mitarbeiten – wenn auch nicht mehr für den TT.
Ich würde Audi Hungaria weiterempfehlen, weil es ein vielfältiges, modernes multinationales Unternehmen ist, in dem man in den Entwicklungsbereichen echte Möglichkeiten hat, die Zukunft mitzugestalten. In einem internationalen Umfeld kann man gemeinsam mit Kolleg_innen aus Deutschland, der Slowakei, Mexiko oder Indien an neuen Produkten arbeiten und sich fachlich kontinuierlich weiterentwickeln.
Am stolzesten bin ich darauf, dass ich in Ingolstadt als Versuchsingenieur aktiv an der Entwicklung des Thermomanagements eines aufgeladenen V6-Ottomotors mitwirken konnte. Auf Basis meiner Messungen und Auswertungen wurde unter anderem die endgültige Geometrie des Wasserkreislaufs entscheidender Bauteile – wie Zylinderkopf und Motorblock – festgelegt.
Ebenfalls sehr stolz bin ich darauf, dass genau in dieser Zeit beim Ingolstädter Familientag ein von mir aufgebauter Prüfstandsmotor – ein V6-Triebwerk mit über 100 Messstellen, das später in einen Audi A8 eingebaut und vollständig verkabelt wurde – auch den Besuchern präsentiert werden konnte. Es war ein gutes Gefühl zu sehen, dass die Entwicklungsarbeit so auch für Familienangehörige anschaulich und greifbar gemacht werden konnte.
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