14/03/23

Cupra

Die Fahrzeugproduktion in Győr wird in Kürze eine neue Stufe erreichen: Ab 2024 werden im Werk von Audi Hungaria Autos einer neuen Marke in voller Fertigungstiefe produziert. Die Produktionsvorbereitungen für das neue SUV-Modell Terramar des spanischen Herstellers CUPRA sind bereits in vollem Gange. „Ein starkes Team arbeitet daran, unser neues zukunftsweisendes Projekt, die Fertigung von neuen CUPRA-Modellen, zum Ziel zu führen. Mit meiner hoch kompetenten Mannschaft freuen wir uns bereits jetzt auf die Produktion der neuen Marke“, sagt Zoltán Les, Vorstand Produktion Fahrzeuge der Audi Hungaria.

Selbstbewusst, selbstständig – und bald auch „Made by Audi Hungaria“: Die Marke CUPRA setzt einen frischen und einzigartigen Akzent in der oberen Mittelklasse des Volkswagen Konzerns. Die Bezeichnung stand ursprünglich nur für die leistungsstarken Spitzenmodelle von SEAT. Aber die Modelle waren so begehrt, dass CUPRA im Jahr 2018 als eigenständige Marke eingeführt wurde – als erweitertes Angebot des Konzerns mit unverwechselbar mediterranem Touch in seinem Wettbewerbsumfeld. Eine Erfolgsgeschichte, an der Audi schon länger mitschreiben darf: Die in unserer Antriebsfertigung in Győr produzierten Antriebe kamen nämlich auch bisher schon in CUPRA-Modellen zum Einsatz. Doch bald werden die Synergien des Volkswagen Konzerns noch stärker genutzt: Neben den Audi-Modellen wird ab 2024 auch der neue CUPRA Terramar bei uns gefertigt. Das neue CUPRA-SUV-Modell wird mit verschiedenen Motorisierungen, auch mit Verbrenner und Plug-in-Hybrid-Technologie, in Győr produziert. Darunter verkörpert die PHEV-Variante bereits die nächste Generation der Plug-in-Hybrid- Technologie. Das neue Produkt wird auch die Kapazitätsauslastung des Standortes noch effizienter machen. Eine gesunde Mischung, die in Győr an anderer Stelle bewährte Praxis ist. Schließlich stellt unsere Antriebsfertigung bereits Antriebe für Audi, Volkswagen, Skoda, SEAT, CUPRA, Bentley und Lamborghini her. Und auch der Werkzeugbau fertigt Karosserieteile für Exklusivmodelle des Volkswagen und Audi Konzerns.
Die Planungen haben bereits begonnen, das neue CUPRA-Modell wird in der vorhandenen Fertigungsstruktur unter Nutzung von Produkt- und Technologiesynergien integriert. Die Vorbereitungen finden vor allem im Karosseriebau statt. Der erste CUPRA „Made in Győr“ wird bereits 2024 von der Fertigungslinie fahren.

 

"Das neue CUPRA-SUV-Modell wird mit verschiedenen Motorisierungen, auch mit Verbrenner und Plug-in-Hybrid-Technologie, in Győr produziert."

 

GESCHICHTLICHE PARALLELE

Der Terramar SUV ist besonders durch die Produktion bei Audi Hungaria ein Bindeglied zwischen den Marken Audi und CUPRA. Das passt, denn Parallelen finden sich bereits in der Geschichte beider Marken: Audi wurde 1910 gegründet, nach der Produktionsunterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg in den 1960er-Jahren vom Volkswagen Konzern wiederbelebt. Die Muttergesellschaft hat die Marke mit den Vier Ringen sofort im Premiumsegment positioniert. Eine schon legendäre Erfolgsgeschichte; denn Audi wurde schnell zum Maßstab für Leistung, Design und Komfort. Auch CUPRA startete sein Debüt in einem anspruchsvollen Segment. Und die Kunden lieben das Angebot offenbar ebenso. Ihr Zuspruch und die Verkaufsdynamik geben eine eindeutige Botschaft ab: Auch die spanische Marke hat ebenfalls eine erfolgreiche Zukunft vor sich.

 

Győr ist der erste Produktionsstandort im Audi Konzern, an dem auch Modelle anderer Marken gebaut werden. In diesem Prozess bin ich für die vollständige Serieneinführung des CUPRA Terramar und der nächsten Generation des Audi Q3 und Q3 Sportback verantwortlich. Mein Team arbeitet daran, dass dies in Bezug auf Qualität, Quantität, Kosten und Termin im Plan liegt und ins Ziel gebracht wird. Wir müssen die Rahmenbedingungen für die Produktion der verschiedenen Marken aufbauen und in bestimmten Fällen die Prozesse anpassen.
Beide Modelle werden auf der MQB-Plattform von Volkswagen gebaut, wobei gemeinsame und Audi-spezifische Komponenten von Audi, CUPRA-eigene Komponenten von SEAT entwickelt werden. Die grundlegenden Prozesse müssen die Anforderungen von beiden Marken erfüllen, daher arbeiten wir eng mit dem Audi-Projektteam in Ingolstadt und dem von CUPRA in Martorell zusammen – während wir gleichzeitig in Kontakt mit den Entwickler_innen von Volkswagen und IDG stehen. Der internationale Erfahrungsaustausch ist für mich ein großer Benefit. Ich freue mich, ein solch multikulturelles Umfeld koordinieren zu können. Da sich neue Automodelle rasant verändern, muss die Produktionsvorbereitung ständig weiterentwickelt werden. Sehr hilfreich ist jedoch, dass alle am Projekt Beteiligten über eine riesige Erfahrung verfügen und nun alle auf dieses gemeinsame Know-how zurückgreifen können. Das können wir auch gut gebrauchen, da die zwei Modelle nahezu parallel hochlaufen werden.

 

Seit dem 1. Juli bin ich als Anlaufmanager des CUPRA Terramar hier in Győr. Zuvor war ich zwei Jahre bei der CARIAD am Aufbau unserer Software Company beteiligt. Der Großteil meines Berufslebens hat sich allerdings um die Einführung neuer Modelle an solchen Standorten gedreht, wo mehrere Marken produziert werden. Mein erstes solches Fahrzeugprojekt war der Q3, der damals ab 2011 bei SEAT in Martorell gebaut wurde. Und als ich erfahren habe, dass jetzt in Győr neben dem Q3 auch noch ein CUPRA gebaut werden soll, war die Entscheidung schnell klar – da muss ich dabei sein. Es ist schön, nach vielen Jahren wieder mit den SEAT-Kolleg_innen zusammenzuarbeiten. Sie haben inzwischen viele Erfahrungen mit Standorten gesammelt, wo mehrere Marken zugleich hergestellt werden. Diese Erfahrungen nutzen wir, um als Werk für den Anlauf gewappnet zu sein.
Die Audi Hungaria bereitet sich schon länger auf diese Herausforderungen vor. Als ich hierherkam, war ich positiv überrascht von der Vorarbeit, die das Werk bereits geleistet hatte. Man spürt förmlich, wie sich alle im Werk mit dem Cluster-Projekt identifizieren und auf die Fertigung beider Fahrzeuge freuen. Hier haben alle das richtige Mindset, man spürt förmlich die Begeisterung. Ich persönlich wurde sehr schnell davon angesteckt. Das liegt vor allem an der offenen Art meiner ungarischen Kolleg_innen.
Ich freue mich, als Teil der Audi Hungaria mit meinen Erfahrungen einen Beitrag zum Erfolg dieses Cluster-Projekts zu leisten. Wir heben durch die gemeinsame Fertigung nicht nur weitere Synergien und leisten einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit des Konzerns … Nein, hier bei Audi Hungaria ist der Konzern erlebbar.

 

Ich bin für die Koordinierung und Einführung der Produktion von Vorserienfahrzeugen zuständig. Da es das erste Mal ist, dass ein Modell einer anderen Marke an einem Produktionsstandort des Audi Konzerns produziert wird, ist es meine Hauptaufgabe, Synergien zu identifizieren. Wir werden die Prozesse innerhalb des Werks untersuchen und herausfinden, welche Punkte speziell für die Integration desCUPRA Terramar vorbereitet werden müssen – und dann die Kooperationsnetzwerke entwickeln.
Wir haben sehr gut eingespielte und bewährte Prozesse, um die Erwartungen des CUPRA zu erfüllen. Auch haben Workshops mit Kolleg_innen aus Spanien gezeigt, dass viele unserer Prozesse sehr ähnlich sind. Meiner Meinung nach ist die Mentalität in Spanien und Ungarn die gleiche: Ich habe entschlossene und offene Menschen getroffen, die Herausforderungen annehmen, so dass unsere Zusammenarbeit sehr produktiv ist. Mir gefällt auch die Cluster-Mentalität, da die Mechanismen und die Gruppendynamik im Grunde darauf ausgelegt sind, Entscheidungen in Bezug auf beide Modelle zu berücksichtigen; das ist sowohl technisch als auch kostentechnisch von Vorteil. Der CUPRA ist eine junge, dynamische Marke, aber für die richtige Coolness müssen auch wir nicht weit gehen, denn der hier produzierte Audi TT teilt viele der Kernwerte des CUPRA und präsentiert sich als dynamisches, cooles Auto. Der TT hat uns schon den Weg gezeigt, so dass die Integration des CUPRA in unser Portfolio kein Problem sein wird.

 

Seit April 2021 bin ich in Ingolstadt ansässig. Als Projektleiter besteht meine Hauptaufgabe darin, die Q3- und CUPRA-Modelle für die Lackprozesse vorzubereiten und die Lackieranlage in Győr so umzubauen, dass sie den Anforderungen der Produktion entspricht. Ich führe auch die Teilprojekte zusammen, die in den verschiedenen Produktionsbereichen durchgeführt werden müssen.
Besonders interessant macht meine Arbeit, dass wir zum ersten Mal die Kolleg_innen einer anderen Marke in die Planung einbeziehen müssen. Ich muss in einem neuen kulturellen Kontext arbeiten, doch bin ich inspiriert von der Direktheit und Offenheit meiner spanischen Kolleg_innen, mit denen die Zusammenarbeit sehr gut läuft. Das ist sehr wichtig, denn Aufgaben gibt es reichlich. In der Lackiererei sorgen wir auch für den Korrosionsschutz der Karosserie, so dass wir die Arbeitsmethoden, Prozesse und Ansprüche beider Marken in vielen kleinen Details aufeinander abstimmen müssen. Beispielsweise hat das Modell CUPRA Terramar zwar keine Aluminium-Anbauteile – dafür ist der hohe Anteil an Mattlackierungen, den die spanische Marke verwendet, für uns neu. Mit meinem Team untersuchten wir also die Auswirkungen und den Umbaubedarf, um dem steigenden Bedarf an Mattlackierungen künftig gerecht zu werden. Wir haben uns auch mit Lamborghini in Italien in Verbindung gesetzt, um mehr über die Arbeitsmethoden bei ihren Sportwagen zu erfahren.

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